Parfümeur mit Doktorhut und Rohstoff-Spürnase: Interview mit Giovanni Sammarco

Giovanni Sammarco

Er hat erfolgreich Jura studiert und sogar in Zivilrecht promoviert – doch anstatt nun täglich Gesetzbücher oder Gerichtsakten zu wälzen, kreiert er lieber noble Düfte: Giovanni Sammarco hat mit der Parfumherstellung die Passion seines Lebens gefunden. Zunächst „nur“ ganz normaler Duft-Aficionado mit eigenem Parfum-Blog („Fragrance Scout“), wechselte er 2013 die Seiten und gründete das Schweizer Independent-Duftlabel Sammarco.

Bis dato trat er mit vier eigenen Parfumschöpfungen (Vitrum, Alter, Ariel und Bond-T) ins Licht der Öffentlichkeit; zugleich werkelt er im Hintergrund an maßgeschneiderten, exklusiven „Bespoke“-Düften im Kundenauftrag – und widmet sich damit einer der Königsdisziplinen des Parfum-Handwerks. Und dann ist da noch eine besondere Jagd-Leidenschaft: die unermüdliche Suche nach außergewöhnlichen Rohstoff-Schätzen

Über all das und noch so einiges mehr erzählt der womöglich einzige Parfümeur der Welt mit Jura-Doktortitel und „Befähigung zum Richteramt“ im Exklusiv-Interview mit Essenza Nobile.

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„Still stehen – welch ein Luxus in unserer Zeit!“: Interview mit ANDY TAUER zu LONESOME RIDER

Andy Tauer - Lonesome RiderMit dem Duft Lonesome Rider hat Parfümeur Andy Tauer einem Menschentyp ein duftendes Denkmal gebaut, der ansonsten eigentlich nicht im Rampenlicht steht: dem einsamen Wolf, der irgendwo da draußen durch die weite Prärie des Lebens streift – fernab der großen Masse, des lauten Treibens und der Zwänge des Alltags…

Die große Parfum-Ballade auf den glücklichen Einsamen, den eigensinnigen Grübler, den verschrobenen Vagabunden, den netten Außenseiter von nebenan: Wir haben den Schöpfer von Lonesome Rider gefragt, was es damit auf sich hat – und wieviel „Lonesome Rider“ eigentlich in ihm selbst steckt.

Ein Gespräch über die Freuden der Einsamkeit – und die kreative Kraft der Stille.

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„Ja, sie war anders“: Ein Interview mit Jeroen Oude Sogtoen (Maison MONA DI ORIO)

Jeroen Oude Sogtoen„Tradition heißt nicht, die Asche aufzubewahren – sondern das Feuer am Leben zu erhalten“: Dieses dem Renaissance-Humanisten Thomas More zugeschriebene Zitat passt perfekt zu Jeroen Oude Sogtoen und seiner Haltung zum Erbe von Mona di Orio.

Mona di Orio war eine Ausnahme-Parfümeurin – und in der Welt der Haute Parfumerie schon zu Lebzeiten eine Legende. Als die Schülerin des Jahrhundert-Parfümeurs Edmond Roudnitska im Dezember 2011 im Alter von 42 Jahren an den Folgen von post-operativen Komplikationen verstarb, wehten die Fahnen in nicht wenigen Herzen und Parfum-Blogs auf Halbmast.

Doch Jeroen Oude Sogtoen trägt die Fackel weiter. In die Zukunft. Gemeinsam mit ihm hat Mona di Orio einst das nach ihr benannte Parfumhaus aufgebaut; sie war „die Nase“, er „die Augen“ der Maison MONA DI ORIO. Die beiden kreativen Köpfe schenkten der Welt so wunderbare Duft-Kollektionen wie Les Nombres d’Or oder die grandiose Signature Collection.

Nun gab Jeroen Oude Sogtoen Essenza Nobile ein Exklusiv-Interview – und warf dabei einen ausgiebigen Blick „zurück nach vorn“…

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„Yes, she was different“: An interview with Jeroen Oude Sogtoen (Maison MONA DI ORIO)

Jeroen Oude Sogtoen“Tradition is not to preserve the ashes, but to pass on the flame”: This aphorism that is often attributed to Renaissance humanist Thomas More seems to perfectly describe the attitude of Jeroen Oude Sogtoen towards the legacy of Mona di Orio.

Mona di Orio was an exceptional perfumer – in the world of Haute Parfumerie, she became a legend even when she was alive. When the former pupil of famous master perfumer Edmond Roudnitska died in 2011 at the age of 42 as a result of post-operative complications, more than a few hearts and perfume blogs flew their flags at half-mast.

However, Jeroen Oude Sogtoen carries on the torch. Into the future. Together with him, Mona di Orio once established the eponymous perfume house: She was “the nose” while he was “the eyes” of Maison MONA DI ORIO. The two creative masterminds left wonderful fragrance collections to the world such as Les Nombres d’Or or the sublime Signature Collection.

Recently Jeroen Oude Sogtoen gave an interview to Essenza Nobile. In the course of the interview, the CEO and creative director of Maison MONA DI ORIO took a detailed “look back to the future”…

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„Ich tue alles um es geheim zu halten…“ – Ein Interview mit Ramón Monegal

Ramon Monegal Interview

Letzten Monat haben wir Ihnen Ramón Monegal in unserer Monatsaktion und einem ausgedehnten Artikel vorgestellt. Bei der Recherche für diesen Artikel stellten wir fest, welch interessante Querverbindungen in seiner Arbeitshistorie zu finden sind und wie spannend sein Werdegang eigentlich ist.  Und so dachten wir uns, es wäre einen Versuch wert  ein paar Frage einzureichen – eventuell haben wir ja Glück und es kommt etwas zurück! Glücklich und dankbar erhielten wir letzte Woche eine E-Mail mit Ramón Monegals Antwort auf unser Interview.

Nach einem großartigen Monat mit Ramón Monegal im Spotlight, können wir noch einmal einen tieferen Blick hinter die Kulissen werfen und vielleicht auch ein wenig den Menschen hinter den Duftkunstwerken kennenlernen.

Vorhang auf für Ramón Monegal!

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„I do all I can do in order to keep them in secret“ – An Interview with Ramón Monegal

Ramon Monegal Interview

Last month we featured Ramón Monegal with our spotlight and wrote already an extensive article about his great work. While digging into his work history, we recognized how unique his story actually is and many questions arised. So we thought it would be worth a try to submit some questions to him – maybe we would be lucky and get some answers! And we are glad and grateful as Ramón Monegal took some time to answer our interview.

Finally, after a great month with Ramón Monegal in our Spotlight, we are able to take a deeper look behind the scenes and to learn him a bit better to know. We hope you enjoy this exclusive interview as much as we did.

Let’s raise the curtain for Ramón Monegal!

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„Letztlich kommt die Idee von unseren Kunden“: Interview mit NIANCE-Gründer Dr. Rainer W. Schmidt

Niance - Dr. Rainer W. Schmidt

Die Schweizer Luxusmarke NIANCE steht für hochwirksame, reinste und optimal verträgliche Anti-Aging-Pflege. Die High-Class-Produkte „made in Switzerland“ sind im Sortiment ausgesuchter Kosmetik-Fachgeschäfte und exklusiver Premium-Spa-Hotels erhältlich.

In unserem Exklusivinterview gewährt NIANCE-Gründer Dr. Rainer W. Schmidt seltene Einblicke hinter die Kulissen der Schweizer Hautpflege-Traumfabrik; er erzählt, wie es zur Gründung von NIANCE kam, wie die luxuriösen Produkte entwickelt werden – und von wem eigentlich die Ideen dazu stammen…

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„Luxus ist das Gegenteil von Gewöhnlichkeit“: Interview mit Rainer Diersche (LINARI)

Rainer DierscheFür den Chef eines „gewöhnlichen“ Raumparfum-Herstellers sollen seine Düfte vor allem eines: gut riechen. Ist der Chef aber obendrein auch noch Designer, wird er sich mit diesem Anspruch allein kaum zufrieden geben. Und mit „gewöhnlich“ ist es spätestens dann auch vorbei…

Rainer Diersche ist beides: Geschäftsführer – und zugleich Designer der Hamburger Raumdüfte-Schmiede LINARI. Die Komposition der noblen Düfte legt er regelmäßig in die Hände renommierter Parfümeure; doch das Produktdesign ist bei LINARI „Chefsache“.

In unserem Exklusiv-Interview erzählt Rainer Diersche, was dabei herauskommt, wenn sich der Gründer einer Raumparfum-Marke jahrelang mit italienischem Design beschäftigt hat – und die visuelle Gestaltung seiner Produkte selbst in die Hand nimmt…

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„Man war hingerissen von der blühenden Meerjungfrau“: Interview mit Silvio Ruocco

Silvio Ruocco

Silvio Ruocco

Aria di Capri, Corallium, Caprissimo, Fiori di Capri oder Via Camerelle: Die klangvollen Namen der noblen Mediterran-Düfte aus dem Hause Carthusia sind weithin bekannt. Aber kennen Sie auch den Inhaber von Carthusia? Sein Name ist Silvio Ruocco.

In den 1990er Jahren erwarb der gebürtige Caprese die Parfum-Manufaktur Carthusia – und schrieb seither deren Erfolgsgeschichte fort. Eine ebenso bewegte wie traditionsreiche Geschichte, die bis ins 14. Jahrhundert zurückreicht und im alten capresischen Kartäuserkloster Certosa di San Giacomo wurzelt. Eine Geschichte aber auch, die untrennbar mit der Kindheit von Silvio Ruocco verbunden ist.

In unserem Exklusiv-Interview erzählt Silvio Ruocco von seiner Kindheit auf Capri – und über die Zukunft von Carthusia. Außerdem erklärt er, warum es bald ein Carthusia-Parfum geben wird, das nicht etwa nach Capri oder Mittelmeer, sondern nach dem Central Park in New York benannt ist. Und natürlich, wie das duftet…

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„Freiheit ist für mich unbezahlbar geworden“: Interview mit MARK BUXTON

Mark BuxtonStellen Sie sich vor, Sie gehen durch die Stadt und tragen dabei einen Ihrer Lieblingsdüfte – sagen wir einmal: Ein Parfum von Comme des Garçons. Linari. Versace. Cartier. Oder Van Cleef & Arpels.

Auf der Straße spricht Sie plötzlich ein Mann darauf an. Schnuppert an Ihnen. Gratuliert Ihnen mit anerkennendem Blick zu Ihrem erlesenen Parfumgeschmack. Und behauptet schließlich noch in einem beiläufigen Nebensatz, der Parfümeur zu sein, der genau diesen Duft kreiert hat!

Glauben Sie nicht? Schwätzer? Hochstapler? Plumpe Anmache? – Gut möglich.

Es könnte aber auch ganz anders sein. Schauen Sie noch mal genau hin: Ist es vielleicht… Mark Buxton?

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