Ab 2. Juli: Musée Lalique öffnet seine Pforten

Musée Lalique Musée LaliqueFür die Fans des Schmuck- und Glaskünstlers René Lalique ist es schon seit Monaten wie Warten aufs Christkind. Lange Zeit war der Eröffnungstermin des neuen Lalique-Museums ja so etwas wie Frankreichs bestgehütetes Staatsgeheimnis… doch nun ist es endlich soweit – das lange Warten hat ein Ende: Wie uns die Direktion des Musée Lalique soeben mitteilte, findet am 1. Juli die feierliche Einweihung statt, und ab dem 2. Juli öffnet dann das Museum in den Nordvogesen, das ganz dem Leben, Werk und künstlerischen Schaffen René Laliques gewidmet ist, seine Türen für die Öffentlichkeit! Über das Konzept des Lalique-Museums im grenznah zu Deutschland gelegenen Wingen-sur-Moder haben wir bereits im Februar im Rahmen der Lalique-Themenwoche ausführlich berichtet. Nun erreichten uns aus Frankreich noch einige weitere interessante Informationen zur Museumseröffnung:

230 Lalique-Flakons und ein Kristallglasriese

René Lalique - Ensemble de flacons - (C) Lalique SA

P A R F Ü M F L A K O N – E N S E M B L E : René Lalique – Ensemble de flacons – (C) Lalique SA. Mit freundlicher Genehmigung des Musée Lalique.

Präzisieren lassen sich nun insbesondere die Angaben zum Raum „Flakons und Puderdosen“, der gerade für Parfümliebhaber von besonders herausragendem Interesse sein dürfte – und der hinsichtlich der ausgestellten Exponate offenbar weit üppiger ausfallen wird, als bislang bekannt. Allein von Silvio Denz, dem Generaldirektor der Firma Lalique, wurden dem Museum mehr als 230 Parfümflakons als Leihgabe zur Verfügung gestellt, die eindrucksvoll Zeugnis ablegen von der fast unerschöpflichen Schaffenskraft und Kreativität René Laliques. Die Firma Lalique ist im Besitz der weltweit umfangreichsten Sammlung von Lalique-Flakons, die bis dato lediglich aus dem im vergangenen Jahr erschienenen Buch L’Art de René Lalique – flacons et boîtes à poudre von Christie Mayer-Lefkowith bekannt waren. Diese werden im Musée Lalique nun erstmals der Öffentlichkeit präsentiert – ausgiebiges Schwelgen in fantastischen Flakon-Glaswelten ist somit also jetzt schon garantiert…  Ein weiteres besonderes Highlight erwartet die Besucherinnen und Besucher des Musée Lalique in Form eines im Jahr 1951 von René Laliques Sohn Marc Lalique anlässlich der Ausstellung L’Art du Verre erschaffenen monumentalen Kronleuchters. Dieser beleuchtete zunächst das Schiff des Musée des Arts décoratifs in Paris; nach 60 Jahren stellte das Pariser Museum diesen spektakulären, fast drei Meter hohen und rund 1,7 Tonnen (!) schweren „Kristallglasriesen“ nun dem Musée Lalique zur Verfügung. Im Gegenzug nahm die Firma Lalique umfassende Restaurierungsarbeiten an dem kristallenen Mega-Schmuckstück vor; von 337 Kristallteilen wurden 60 in den Lalique-Werkstätten in Wingen-sur-Moder fachkundig restauriert und 59 identisch nachgearbeitet. Nun erstrahlt der pompöse Kronleuchter-Koloss in neuem Glanz und bereitet den Museumsgästen in der Eingangshalle des Musée Lalique einen wahrlich würdigen, glamourösen, tausendfach funkelnden Empfang… Musée Lalique

Museums-Workshops und Suzanne-Lalique-Ausstellung

Ab Herbst 2011 soll es zwei Veranstaltungszyklen mit themengebundenen Museums-Besichtigungen geben, die Gelegenheit dazu bieten, verschiedene Aspekte des künstlerischen Wirkens René Laliques im Rahmen von Workshops ganz praktisch zu erkunden – namentlich „Die Darstellung der Natur“ (Foto-, Skizzen- und Modellier-Workshop) und „Lalique und die Tafelkultur“ (Workshops zu den Themen „Weinkunde“, „Gestaltung festlicher Tafeln“ und der japanischen Blumensteckkunst Ikebana). Im kommenden Jahr (Mitte Juli bis Mitte November 2012) wird es im Musée Lalique außerdem eine Ausstellung geben, die Suzanne Lalique gewidmet ist, der (ebenfalls kunsthandwerklich beseelten) Tochter von René Lalique. Hier sollen vielfältige Werke der modernen und sensiblen Künstlerin aus den Bereichen Glas und Porzellan, Textilkunst, Theaterkostüme/–kulissen und Malerei zu sehen sein – man darf schon jetzt auf diese zusätzliche Attraktion gespannt sein… Wer gleich am Anfang dabei sein möchte, kann am 2. und 3. Juli 2011 einen Tag der offenen Tür erleben. Der Eintritt ist an den ersten beiden Eröffnungstagen frei, und neben einer Foto-Rückschau auf die Bauentwicklung des Musée Lalique heißen zudem auch die Schulkinder des Museumsstandortes Wingen-sur-Moder mit eigens von ihnen geschaffenen Werken die ersten Museumsgäste herzlich willkommen. Musée Lalique

Musée Lalique – Zeiten, Unterkunft, Preise

Nun fehlen eigentlich nur noch ein  paar „harte Fakten“, die da wären:

  • Öffnungszeiten

Das Musée Lalique ist in diesem Jahr vom 2. Juli bis zum 30. September täglich von 10.00 bis 19.00 Uhr geöffnet. Vom 1. Oktober 2011 bis zum 31. März 2012 öffnet das Museum dienstags bis sonntags von 10.00 bis 18.00 Uhr.

  • Übernachtungsmöglichkeiten in der Nähe

In der näheren Umgebung stehen zahlreiche Übernachtungsmöglichkeiten zur Verfügung: hochwertige Hotels, komfortable Gästezimmer, gemütliche Ferienwohnungen… nähere Informationen hierzu erhalten Sie beim 

Gemeindeübergreifenden Fremdenverkehrsamt Pays de La Petite Pierre 2a, rue du Château F-67290 La Petite Pierre Telefon: ++33 (0)3 88 70 42 30 Email: ot-payslpp@tourisme-alsace.info Internet: www.ot-paysdelapetitepierre.com

  • Eintrittspreise

In Anbetracht der fast unüberschaubaren Fülle kostbarer René-Lalique-Exponate, die das Musée Lalique bietet, ist die Gestaltung der Eintrittspreise wahrlich moderat: 6,00 Euro für Erwachsene, 3,00 Euro für Kinder – und einen Familienpass (gültig für zwei Erwachsene und ein bis fünf Kinder unter 18 Jahren) gibt es obendrein auch noch. Kostenpunkt: 14 Euro. Lalique für alle“, eben…

Für die ganz Unermüdlichen unter den René-Lalique-Fans bietet das Lalique-Museum übrigens auch einen Jahrespass an – zum Preis von gerade einmal 15 Euro kann man damit das Musée Lalique ein ganzes Jahr lang quasi zum Lebensmittelpunkt und (betont luxuriös ausgestatteten) Zweitwohnsitz machen… Kontakt: Musée Lalique, Rue de Hochberg, F-67290 Wingen-sur Moder. Telefon +33 (0)3 88 89 08 14. Email: info@musee-lalique.com. Internet: www.musee-lalique.com. Alle Bilder mit freundlicher Genehmigung des Musée Lalique.

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