Neues von ANDY TAUER: LONESOME RIDER und FRUITCHOULI FLASH

Andy Tauer - Lonesome Rider, Fruitchouli FlashGleich zwei neue Düfte von Andy Tauer feiern dieser Tage Deutschland-Premiere: Lonesome Rider ist eine ergreifende Parfumballade auf den Typus des „einsamen Reiters“ mit Zitrus-, Gewürz-, Blumen-, Holz-, Rauch- und Ledernoten. Und der neueste Tauerville-Duft Fruitchouli Flash arrangiert ein prickelndes Rendezvous zwischen saftigen Früchten und Patchouli – in einem verschwiegenen Blumengarten…

Lonesome Rider – bereits der Name dieses Parfums „by Andy Tauer“ lässt eine ganze Bilderserie voller „einsamer Wolf“-Romantik vor dem geistigen Auge aufziehen. Filmszenen aus Roadmovies und rauen Italo-Western vermengen sich mit kernigen Wildwest-, Biker- und Cowboy-Klischees – und gewiss auch so manchen eigenen Sehnsüchten nach einem Leben jenseits der hektischen Betriebsamkeit unserer oft schnelllebigen Zeit.

Der Lonesome Rider ist ein geheimnisvoller Sonderling, ein gar eigensinniger Grübler und Vagabund – kurzum: ein passionierter Herumtreiber mit großem Herzen und tiefgründiger Seele, der mit gelassener Neugier auf überwachsenen Pfaden wandelt. Der fernab der großen Masse, des lauten Treibens, des schrillen Getöses und der Zwänge des Alltags mit unbeirrbarer Ruhe seine Runden zieht – und seiner eigenen Wege geht.

Tagsüber reitet er durch die Weiten der Prärie, sitzt abends an einem knisternden Lagerfeuer und schaut ruhig sinnierend den Funken dabei zu, wie sie ihren Flug gen Sternenhimmel antreten.

Irgendwo weit da draußen – mit sich selbst und der Welt im reinen.

Allein – und gerade deshalb glücklich…

Lagerfeuer

LONESOME RIDER: Zitrus! Gewürze! Leder! Rauch! Hölzer! Blumen! Animalisches!

Man kann – wenn man will und es eilig hat – den Duft-Plot von Lonesome Rider in einem Satz zusammenfassen. Etwa so:

Mit Pfeffer und Nelken gewürzte Zitrusnoten öffnen das Tor zu einem dunkel-floralen Herzen mit rauchigen Lederakzenten und animalischen Untertönen – auf einer lang anhaltenden, holzigen Basis mit Ambra-Nuancen.

Da Eile nun aber wirklich nicht zu einem Lonesome Rider passt, kann man auch einmal etwas tiefer graben und die einzelnen olfaktorischen Handlungsstränge genauer ausleuchten. Und wer könnte das wohl besser als der Parfumschöpfer selbst?

Hier Andy Tauers Anmerkungen und persönliche Notizen zu den wichtigsten Duft-Komponenten von Lonesome Rider – und dazu, was er sich dabei so gedacht hat:

Schwarzer Pfeffer vs. Zitrus und Rose

„Schwarzer Pfeffer, präsent aber nicht dominant. Er ist da, um den opulenten Zitrus-Akkord auszugleichen, der einen empfängt, wenn man den Lonesome-Rider-Abzug drückt. Öl von Schwarzem Pfeffer ist nicht bloß verflüssigter Pfeffer, es ist fast eine Abstraktion, metallisch und holzig (…) und fügt einem frischen Cologne-Auftakt einen maskulinen Drall hinzu.

Und dann ist da noch die Rose… Pfeffer tut Wunder mit Rosen! Für mich war die Pfeffernote ein Muss – aber sie musste vorsichtig eingefügt werden.“

Lonesome Rider

Ein ruhiger, warmer Holzakkord

„Vetiver-Öl, Sandelholz, Zedernholz und das ledrige Cypriol bilden einen ruhigen und warmen Holzakkord, der sich in der Basis von Lonesome Rider aufbaut.

Für mich fühlt es sich an wie im Spätherbst in der Sonne zu sitzen, den Rücken an einen alten Schuppen gelehnt, irgendwo in den Bergen. Der Holzschuppen, von Sonne, Wind und Wetter gefärbt, bietet Schutz vor frostigen Winden. Das Holz ist braun, rau – und doch fühlt es sich wohlig und weich an.“

Vetiver mit zitrischer Schlagseite

„Das Vetiver-Öl, das in Lonesome Rider Verwendung fand, wurde durch molekulare Destillation gewonnen; ihm fehlen die meisten der erdigen, ledrigen Töne; es kommt mit Zitrus-Facetten, die sich mit den Zitrus-Kopfnoten vermengen. Jedoch fühlt es sich nicht nach grünem Holz an. Für mich ist es eher so, wie eine Werkstatt zu betreten. Und da ist etwas nobles an diesem Vetiver, das es mich immer öfter in meinen Kreationen verwenden lässt.“

Rauchiges Leder

„Mit Lonesome Rider gehe ich zurück in der Zeit. Lonesome Rider baut auf Orris auf, einem Limited-Edition-Duft, der vor 10 Jahren angeboten wurde. Orris folgte auf meinen Duft Lonestar Memories, der Elemente von rohem Leder, Lagerfeuer und wilden Wiesen einfängt. Eine rauchige Ledernote ist es, was ich auch in Lonesome Rider sehen wollte.

Für mich fühlt sich das an wie zur Quelle zurückzugehen. Ich möchte, dass der Lonesome Rider aus der Masse hervorsticht. Daher hat er ein Element von rauer Textur, das ich so sehr liebe. Die Rauchnote ist zivilisiert, das Leder warm und es fühlt sich an wie eine getragene Lederjacke.“

Lonesome Rider

Iris im Herzen

„Ich liebe den warmen, metallischen, sinnlichen, hellen Geruch von Iriswurzeln. Und Lonesome Rider hat eine gute Portion davon abbekommen. Sie scheint durch den Duft, verschmilzt mit dem rauen Leder und den Hölzern – eine erdige, ungeschliffene Irisnote.“

Eine feine Prise Animalisches

„Es gibt eine animalische Note in Lonesome Rider. Nun, aber keine Sorge: Kein Stinktier-Alarm. Es ist ein feiner Hauch von Castoreum (Bibergeil). Und wieder: Keine Sorge. Ich verwende kein Castoreum von toten Bibern. Es ist (…) eine synthetische Rekonstitution. Wie es riecht? Es riecht wirklich sehr elegant, wie feines und warmes Leder…“

FRUITCHOULI FLASH: Früchte treffen Patchouli im Blumengarten

Und dann wäre da noch Fruitchouli Flash – ein Parfum aus Andy Tauers amerikanischem „Kreativ-Outlet“ Tauerville. Wie der Name schon dezent andeutet, treffen hier Früchte auf Patchouli. Genauer: Aprikosen und Pfirsiche haben ein Rendezvous mit Patchouli – Treffpunkt ist ein duftender Blumengarten voller Rosen und weißer Blüten.

Fruitchouli Flash ist ein fruchtig-floraler Fruitchouli-Duft von gemäßigter Süße, auf einer warmen und reichhaltigen Basis aus Moschus und 100% natürlicher Patchouli-Essenz.

Aprikosen

Aprikosen: Gemeinsam mit saftigen Pfirsichen sorgen sie in Fruitchouli Flash für fruchtige Stimmung

Apropos: Was ist eigentlich ein… „Fruitchouli“?

Der Begriff „Fruitchouli“ ist relativ jung. Im Internet ist er zum ersten Mal um das Jahr 2008 herum nachweisbar – und wohl auch genau dort entstanden. Laut dem Duft-Blog Perfume Shrine ist das aus „Fruit“ (für „Frucht“) und „chouli“ (für „Patchouli“) zusammengesetzte Akronym die Wortschöpfung eines Users mit dem Namen Mbanderson61, stammt also aus der Sphäre der mittlerweile weit verzweigten Online-Community passionierter Parfum-Liebhaber (…was auch einmal mehr zeigt, wie wirkmächtig das Internet mittlerweile für die Welt der Düfte geworden ist).

Charakteristisch für Fruitchoulis sind vor allem drei Komponenten: Fruchtige Aromen (üblicherweise im Duftauftakt in der Kopfnote). Eine Basis mit prominenter Patchouli-Besetzung. Und – irgendwo dazwischen – Blumen! Als typische Beispiele für Fruitchoulis gelten etwa Badgley Mischkas Parfum-Debut Badgley Mischka, Narciso Rodriguez‘ For Her, Diors Midnight Poison oder auch der Dior-Duftklassiker aus den 1940er Jahren, Miss Dior.

Patchouli

Trocknende Patchouli-Blätter: Patchouli ist eine buschige Pflanze mit aufrechten Stängeln und kleinen blass-rosa Blüten. Napoleon Bonaparte brachte sie einst mit nach Europa, wo Patchouli vor allem in den von der Hippie-Kultur geprägten 1970er Jahren als „Duft des Friedens“ eine Blütezeit erlebte. Patchouli wächst besonders gut in warmem, tropischem Klima und wird hauptsächlich in verschiedenen Staaten Ostasiens angebaut. Der schwere, intensive Duft von Patchouli oszilliert zwischen erdig, süßlich-krautig, grün, aromatisch und holzig. Er wird seit Jahrhunderten in Parfüms, heutzutage aber auch in Räucherwerk und in der alternativen Medizin verwendet. Das ätherische Öl der Patchouli-Pflanze wird per Wasserdampfdestillation aus den Blättern gewonnen. Letzteren verdankt die Pflanze übrigens auch ihren Namen: Die Bezeichnung „Patchouli“ stammt aus dem Tamilischen und bedeutet wörtlich übersetzt so viel wie „grünes Blatt“.

FRUITCHOULI FLASH – wie alles begann

Bis Andy Tauer zum Fruitchouli kam, sollten freilich ein paar Jahre vergehen. Einiges spricht dafür, dass es im Jahr 2011 war, dass bei Andy Tauer der „Fruitchouli“-Groschen erstmals fiel. Aus diesem Jahr jedenfalls stammt auf seinem Blog (einer Art Online-Tagebuch des internetaffinen Parfum-Tüftlers) der erste Eintrag zur Duftgattung „Fruitchouli“, der davon zeugt, dass das Fruitchouli-Genre seine Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat – und der da lautet:

„Ich las auf Now Smell This Lindas Kommentar über Fruitchoulis und fragte mich, warum ich noch nie einen Fruitchouli gemacht habe. Ihr wisst schon: Ein riesiger Pfirsich mit puderigem Patchouli – serviert auf einer Zuckerplatte. In gewissem Sinne könnte das Spaß machen.“

Hat es dann wohl auch, denn mittlerweile ist der 2011 nur mal so en passant ins Internet gestellte Gedanke „Man könnte eigentlich auch mal einen Fruitchouli machen“ greif- und (vor allem) riechbare Wirklichkeit geworden.

Was nun aus diesem zündenden Fruitchouli-Urfunken innerhalb von fünf Jahren geworden ist – das kann man ab sofort hier nachschnuppern:

Tauerville – Fruitchouli Flash

Und hier geht es zum Lonesome Rider:

Tauer Perfumes – Lonesome Rider

Wohl bekomm’s!

Lonesome Rider, Fruitchouli Flash

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