Der Große Essenza Nobile® Parfum Online Kurs

shadow-ornament

Image credits: © 2017 Raluca Kirschner

Die wichtigsten Duftfamilien mit Beispielen

Die wichtigsten Duftkategorien – mit Beispielen

Orientalisch: Orientalische Düfte wecken in uns eine Vorstellung von einer nahöstlichen Traumwelt voller verschiedener Gerüche, wir denken an Basare mit ihren mannigfaltigen Waren und heiße Wüstenluft. Neben Gewürzen und Kräutern haben orientalische Düfte in der Regel eine schwere, opulente Basis aus Ambra, Sandelholz, Vanille oder Weihrauch. Bekannte orientalische Düfte sind Shalimar von Guerlain und Opium von Yves Saint Laurent.

Floral: Die vielleicht größte Duftkategorie besteht aus zahlreichen Untergruppen und unterschiedlichen Variationen. Ein floraler Duft kann aus einem ganzen Bouquet verschiedener Blütennoten bestehen oder um eine einzige Blüte herum arrangiert sein (die Soliflores). Da viele florale Noten eher zart und sanft in ihrer Entfaltung sind, gilt die florale Richtung als eher weiblich – allerdings gibt es einige herausragende florale Düfte für Herren (Insense von Givenchy ist ein grandioses Beispiel).

Hier ein paar der wichtigsten Gruppen floraler Düfte – ohne Anspruch auf Vollständigkeit: florale Aldehyddüfte (Chanel No. 5, Lanvin – Arpege); auf Maiglöckchen basierende (Dior – Diorissimo); auf Nelken basierende (Caron – Bellodgia, Guerlain – L’Heure Bleue); Rosendüfte (Frederic Malle – Une Rose); fruchtig-florale Düfte (Piguet – Visa); grüne florale Düfte (Chanel No.19, Guerlain – Chamade), und die auf Veilchen basierenden (Serge Lutens – Violette de Bois)… um nur einige wenige Beispiele zu nennen.

Chypre: Diese Duftrichtung wurde nach dem Duft Chypre de Coty von Francois de Coty benannt, den er 1917 kreiert hatte, nachdem er einige Zeit auf der Insel Zypern verbracht hatte. Ein Chypre-Akkord besteht aus drei Hauptelementen: einem zitrischen (Bergamotte), einem holzig-moosigen (Eichenmoos, Patchouli, Sandelholz) Element und ambrierten Noten (Labdanum, auch Benzoin). Ein Chypre-Akkord riecht nicht spezifisch wie etwas, das in der Natur vorkommt – sein eher abstrakter Charakter macht ihn so besonders.

Da es sich um einen Akkord aus verschiedenen Bausteinen handelt, sind die Variationsmöglichkeiten vielfältig – es gibt fruchtige, florale, ledrige, grüne, krautige Chypres und viele mehr. Einer der repräsentativsten Chypre-Düfte ist Mitsouko von Guerlain. Da es inzwischen immer mehr Restriktionen bezüglich der Verwendung von Eichenmoos in Düften gibt, versuchen Parfümeure, dessen spezifische Note (leicht salzig, bitter, tintenartig) durch Patchouli und andere Moosarten zu imitieren.

Fougere: Der Begriff kommt aus dem Französischen und bedeutet in etwa “dem Farn ähnlich”. Es handelt sich um einen Fantasieakkord, der holzig und waldartig riecht und vor allem, aber nicht nur in Herrendüften Verwendung findet. Drei Komponenten kommen immer darin vor: Lavendel, Kumarin (was unterschiedlich riechen kann, von süßem Gras bis zu Heu) und Eichenmoos. Fougere Royale von Houbigant gilt als der erste Fougere-Duft – jüngere Beispiele sind Jazz von YSL oder Le Troisieme Homme von Caron.

Zitrische Noten: Zitrusöle in Düften sind frisch und klar, aber in der Regel nicht lange haltbar – Beispiele sind Bergamotte, Zitrone, Orange oder Mandarine. Die ursprünglichen Eaux de Colognes gehören zu diesen Düften – sie waren als Erfrischung an heißen Tagen gedacht und zum großzügigen Gebrauch. Auch hier gibt es zahlreiche Unterkategorien – gerne werden etwa würzige Noten wie Thymian oder Rosmarin verwendet, um die Haltbarkeit zu verlängern. Herausragende Beispiele dieser Kategorie sind: Guerlain – Eau de Guerlain; Dior – Eau Sauvage; Azzaro – Chrome.

Feedback:

Kommentar verfassen