So schrullig, so glamourös, so extravagant: Penhaligon’s präsentiert TRALALA

Penhaligon's - TralalaAls mir zum ersten Mal Unterlagen zu einem neuen Penhaligion’s-Duft mit dem Titel „Tralala“ auf den Tisch flatterten, dachte ich zunächst, es müsse sich dabei wohl um ein Versehen handeln. Oder aber um einen Platzhalter für den eigentlichen Parfumnamen. So jedenfalls konnte unmöglich ein Parfum der altehrwürdigen Düfte-Schmiede Penhaligon’s heißen! Vielleicht musste der Name des Parfums ja erst noch ersonnen werden…?

Doch schnell wurde klar: Tralala ist tatsächlich der offizielle Name dieser extravaganten, mit einer überdimensionierten Samtschleife eingekleideten Parfumperle. Logisch: Warum auch sollte ein außergewöhnlicher Duft einen gewöhnlichen Namen tragen?

Schließlich kennt sogar der Duden den Nonsens-Begriff – und hat ihn mit einem eigenen Wörterbucheintrag zu einem richtigen Wort geadelt: Mit lexikalischer Präzision definiert die Duden-Redaktion „Trallala“ als „oft am Anfang oder Ende eines Liedes“ stehender „Ausdruck fröhlichen Singens ohne Worte“.

Beschäftigt man sich noch etwas mehr mit „Tralala“ (…aber wer tut so etwas schon?), stellt man fest, dass es den Begriff auch in anderen Sprachen gibt. Etwa im Französischen, wo „se mettre en grand tralala“ so viel bedeutet wie „sich in Schale werfen“. Was ja wiederum sehr gut zu der besagten, in sattem Bordeauxrot gehaltenen Samtschleife passt, die den Flaschenhals des Tralala-Flakons ziert. Tralala ist also international!

Für den ungewöhnlichen Parfumnamen hat sich das Modedesigner-Duo Meadham Kirchhoff entschieden, das nun schon in der neunten Saison seine Modeschauen mit Penhaligon’s-Düften parfümiert. So viel Treue zu der altenglischen Traditionsmarke wurde nun mit einer eigenen Parfumkreation belohnt – Namensgebung inklusive. Und wer Meadham Kirchhoff kennt, konnte sich schon denken, dass dabei nichts Alltägliches herauskommen würde…

Ready to wear: Meadham Kirchhoff

Penhaligon's - TralalaMeadham Kirchhoff wurde 2007 von dem Engländer Edward Meadham und dem aus Südfrankreich stammenden Benjamin Kirchhoff in London gegründet.

Beide schlossen 2002 ihr Studium an der renommierten Londoner Designer-Hochschule Central Saint Martins ab, wo sie Modedesign studiert hatten – Edward Meadham für Damen- und Benjamin Kirchhoff für Herrenkleidung. Nach ihrem Abschluss eröffneten sie zunächst ein Label für Herrenmode unter dem Namen „Benjamin Kirchhoff”, das aber 2006 auch eine erste Damenmode-Kollektion im Rahmen von Fashion East hervorbrachte – und schließlich den heute bekannten Namen Meadham Kirchhoff erhielt.

Heute hat sich Meadham Kirchhoff zu einer globalen Bekleidungsmarke gemausert, die u.a. mit dem Preis „Emerging Talent – Ready-to-Wear” bei den British Fashion Awards 2010 ausgezeichnet wurde und weltweit bei Modeadressen wie Net a Porter, Harvey Nichols, Brown Focus, The Shop at Bluebird, Lane Crawford, Ikram, Maxfield, Joyce oder Ra13 gehandelt wird.

Penhaligon’s und Meadham Kirchhoff – eine Kooperation mit Tradition

In der nun schon neunten Saison arbeitet das Parfumhaus Penhaligon’s mit Meadham Kirchhoff zusammen. Seit der Frühjahr-/Sommer-Saison 2010 wählen die Designer in jeder Modesaison einen von insgesamt 36 Penhaligon’s-Düften, um der Präsentation ihrer neuen Kollektionen einen angemessen duftenden Rahmen zu verleihen.

Benjamin Kirchhoff erklärt das Auswahlverfahren für die Parfums so: „Jede Kollektion präsentiert sich mit einem neuen Set von Elementen. Wir denken darüber einen Moment lang nach, schnuppern verschiedene Penhaligon’s-Düfte – und wählen schließlich den aus, der am besten zu unserer Story passt“. Bislang waren das die Penhaligon’s-Parfums Amaranthine, Hammam Bouquet, Bluebell, Blenheim Bouquet, Artemisia, Eau Sans Pareil, Cornubia und Ellenisia. Und – bei der letzten Londoner Fashion Week in der Tate Modern’s Turbine HallTralala. Die Show unter dem Titel “A Cosmology of Women, Chapter 6, Tralala” wurde neben dem Parfum auch visuell mit Designelementen des aktuellen Penhaligon’s-Duftes in Szene gesetzt.

Vom Schauplatz der Modeschauen über die Kleider bis hin zu den Models wird bei den Meadham-Kirchhoff–Shows alles in einen wunderbaren Penhaligon`s-Duftschleier gehüllt. Und in der vorderen Reihe der Modeschauen warten zudem Täschchen mit Penhaligon`s-Düften auf die dort Platz nehmenden Zuschauer…

Penhaligon's - Tralala

Edward Meadham schwärmt von der außergewöhnlichen Kooperation zwischen Meadham Kirchhoff und Penhaligon’s, die Duft und Modedesign zu einer Art Gesamtkunstwerk zusammenfließen lässt:

„Parfum ist so integral für uns, für unsere Leben und dafür, wie wir denken. Es wäre völlig unvorstellbar für uns, die Shows nicht zu beduften, für uns erschien das immer als eine logische Partnerschaft. Mit Penhaligon’s verbindet uns eine Ähnlichkeit im unabhängigen Denkansatz – und so eine schräge Art von altmodischer Englischkeit“.

Tralala – ein Fall für… Bertrand Duchaufour

Starparfümeur Bertrand Duchaufour hatte die Ehre, diese einmalige Zusammenarbeit mit einem Parfum zu verewigen. Zu diesem Zweck begab er sich in das Studio der beiden Designer in Ost-London, um den Geist von Meadham Kirchhoff intensiv, hautnah, live und in Farbe zu erkunden.

Edward Meadham hatte dabei klare Vorstellungen von dem Statement, das das Parfum  abgeben sollte:

„Ich wollte, dass das Parfum schwer und altmodisch wird, ich wollte, dass es glamourös duftet. Ich glaube nicht an Subtilität, in keinem Kontext, aber ganz besonders nicht in dem von Parfums. Ich liebe die Idee, dass Parfum den Raum dominiert, der einen umgibt und als eine herrliche sensorische Barriere zwischen dir und der Welt fungiert – ganz so, als würde man von einer samtigen, komplexen Aura umgeben herumlaufen. Wir haben viel mit Bertrand gesprochen über die Düfte und Gerüche die wir mögen, die Parfums die wir beide getragen haben und die Art, wie wir Parfum selbst empfinden; über dessen Relevanz für uns und dass es ein essenzieller Teil der Bekleidung ist. Wir zeigten ihm unser Studio und wie wir arbeiten – und die Dinge, die uns inspirieren. Benjamin und ich sind sehr unterschiedlich; natürlich haben wir verschiedene Duftvorlieben und Düfte nehmen auf unserer jeweiligen Haut sehr unterschiedliche Charaktere an“.

Dementsprechend spielten die beiden Designer eine wichtige Rolle im gesamten Entwicklungsprozess von Tralala. Sie designten die mit allerlei schrullig-glamourösen Details versehene Verpackung, schnupperten und beurteilten jede der verschiedenen Versionen des Parfums, die ihnen Bertrand Duchaufour präsentierte – und gaben dem Duft schließlich auch seinen Namen. Einen der wohl ungewöhnlichsten und markantesten Namen der Parfumgeschichte: Tralala.

Einer der ungewöhnlichsten Namen der Parfumgeschichte

„Wir dachten lange und intensiv über einen Namen nach; einige waren gut, passten aber nicht so recht in den Kontext eines Parfums“, erklärt Benjamin Kirchhoff:

„Edward kam eines Tages mit dem Namen Tralala und er blieb hängen – ich mag ihn, da er unsinnig ist. Er bezieht sich nicht auf etwas bestimmtes, er ist frei von den meisten Konnotationen, die mit Parfumnamen zusammenhängen wie ‚Verlangen‘ oder ‚Sex‘“.

Penhaligon's - Tralala

„Ich wollte dem Parfum nicht gleich zu Anfang einen Namen geben und es dauerte sehr lange Zeit, einen zu finden“, ergänzt Edward Meadham:

„Ich hasste den Gedanken von so etwas richtig traditionell ‚Parfum‘-mäßigem, jedes Wort an das ich dachte klang so richtig klischeebehaftet. Alles hörte sich an, als versuchte es, allzu großes poetisches Gewicht auszustrahlen und als ob es mit hauchiger Stimme und geschürzten Lippen ausgesprochen werden müsse – was genau das war, was ich vermeiden wollte. Ich wachte am Morgen nach unserer Frühling-/Sommer-2013-Show ‘Meadham Kirchhoff: A Cautionary Tale’ auf und wusste einfach, dass wir das Parfum ‚Tralala‘ nennen sollten – und konnte dabei auch schon genau voraussehen, wie es aussehen würde. Ich liebte Tralala, da der Name nichts für sich beanspruchte, da er keine spezifischen Konnotationen aufwies – er klingt einfach irgendwie humorig und nonchalant, sieht aber geschrieben richtig gut aus. Er bringt einen netten Rhythmus mit sich“.

Tralala – ein Duft mit vielen Facetten

So einfach, unkompliziert und unprätentiös der Name des Parfums, so komplex und vielschichtig ist die Komposition des Dufts selbst. Es fällt schwer, ihn mit zwei, drei Worten einzuordnen; in Tralala ziehen alle möglichen Aspekte und Impressionen an den Riechsensoren der Nase vorüber: Hier etwas Ledriges, Pudriges und Warmes, da eine orientalische, holzige, harzige, florale oder würzige Note – dort opulent-köstliche Gourmand-Leckereien.  Safran, Whiskey, indischer Hibiskus, Galbanharz, Veilchenblätter, Nelken, Leder, Tuberose, Ylang Ylang, Iris, Weihrauch, Myrrhe, Opoponax, Patchouli, Vetiver, Zedernholz, Moschus, Vanille und Heliotrop stehen auf der betont üppig und ausschweifend gehaltenen Zutatenliste.

Angesichts dieser opulenten Fülle so verschiedener Nuancen und Facetten ahnt man, was Penhaligon’s-Marketingdirektor Matthew Huband meint, wenn er über Tralala sagt: „Der Duft ist erstaunlich; er riecht wie nichts anderes – und erinnert doch an so vieles“…

Penhaligon’s - Tralala – Meadham Kirchhoff - EdP - Online bestellen! - Essenza Nobile®Penhaligon’s – Tralala – Meadham Kirchhoff – EdP – Online bestellen! – Essenza Nobile®Tralala ist der kuriose Name des duftenden Ergebnisses einer Zusammenarbeit zwischen dem britischen Parfumhaus Penhaligon’s und dem Modedesigner-Duo MEADHAM KIRCHHOFF.

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