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Frederic Malle


Markenportrait: Editions de Parfums Frederic Malle

“Editions de Parfums” kann man sinngemäß etwa als „Parfüm-Verlagshaus“ übersetzen – und genau das war es, was Frédéric Malle damit im Sinn hatte: Genauso, wie ein Literatur-Verleger die Infrastruktur bereitstellt, die es den von ihm verlegten Autoren ermöglicht, Bücher zu schreiben, möchte Frédèric Malle seinen Parfümeuren die Möglichkeit und die Freiheiten geben, sich auszudrücken und ihre kreativen Ideen unbeschränkt zu verwirklichen.

Frédéric Malle wurde 1962 geboren und ist der Enkel von Serge Heftler Louiche, dem Gründer der Parfum-Abteilung von Christian Dior. Er wuchs im Herzen der edlen, französischen Parfumtradition auf – einer Welt, in der die „Nasen“ Könige waren.

Nach seinem Studium der Kunstgeschichte an der Universität in New York und der anschließenden Arbeit in der Werbeindustrie, wurde er 1988 von Jean Amic angeworben, um zusammen mit ihm bei dem kreativsten Parfumhersteller der damaligen Zeit, Roure Bertrand Dupont, zu arbeiten. Dort lernte Frédéric Malle die vielen Geheimnisse der Zunft kennen und arbeitete mit den talentiertesten Parfümeuren zusammen.

1994 macht Frédéric Malle sich selbständig als Berater für Kunden, wie Christian Lacroix, Hermès und Mark Birley. Bereits zu dieser Zeit entstand die Idee, die Parfümeure und ihre verborgene Welt zu präsentieren; denn er war davon überzeugt, dass der ‘geheime’ Teil des Parfumhandwerks spannender ist als das, was der Öffentlichkeit gezeigt wird.

1998 entschloss er sich, seine Idee umzusetzen und konnte die besten Nasen des Métiers von seinem Konzept überzeugen. Alle Elemente seiner neuen Annäherung an das Parfumgeschäft entwickelte er selbst, einschließlich der Verpackung, dem Aussehen der Shops und den Duftsäulen.

Am 6. Juni 2000 war es schließlich soweit: ‘Editions de Parfums’ eröffnete in 37, Rue de Grenelle in Paris und ist von Anfang an zu einer Institution in der Parfümeriewelt Frankreichs geworden.

Frederic Malle ist ein ausgewiesener, ja, geradezu intimer Kenner der Parfümeurs-Zunft und ihrer spezifischen Bedürfnisse; sein Großvater Serge Heftler war der Gründer von Parfums Christian Dior, er selbst arbeitete jahrelang in der Parfumindustrie, seit 1986 etwa für die renommierten Laboratorien von Roure Bertrand Dupont. Frédéric Malle weiß, was es braucht, um einen wirklich einzigartigen und herausragenden Duft zu kreieren: vor allem nämlich kreative Freiheit.

Die Parfums seiner Kollektion Editions de Parfums Frederic Malle sind ganz diesem Gedanken gewidmet: Den kreativen Kopf und „Autor“ hinter dem Duft – den Parfümeur – konsequent zu befreien von allen möglichen Einschränkungen und Fesseln seines Schaffens, seien es Vorgaben hinsichtlich Zielgruppen, Marketing, Materialien, Produktionskosten, oder dergleichen mehr. „Ich gebe diesen „Düfte-Autoren“ völlige Freiheit, ihre Ideen auszuprobieren und auszudrücken. Jedem Parfümeur steht es dabei frei, die innovativsten Techniken und die seltensten Rohstoffe zu verwenden, die die Industrie zu bieten hat“, so Frederic Malle.

Dieser Ansatz, der den Parfümeur hinter dem Duft aus seinem traditionellen Schattendasein befreit und als „Autor“ und kreativen Künstler in den Focus rückt, setzt sich auch in der Gestaltung der Duftfläschchen nahtlos fort: Der edle, zylinderförmigeFlakon ist zu einem charakteristischen Markenzeichen von Editions de Parfums Frederic Malle geworden. Auf dem schwarzen Etikett wird – für Parfüms ansonsten absolut ungewöhnlich – an exponierter Stelle der Name des Parfümeurs und „Autors“ des Duftes in Szene gesetzt, wodurch dieser eine besondere Würdigung erfährt. Außerdem findet sich darauf der Titel des Parfüms in roten Lettern. Der klare, durchsichtige Glasflakon, der den Blick frei gibt auf die in seinem Inneren verlockend schimmernde duftende Köstlichkeit, wird von einer in markantem Schwarz gehaltenen Verschlusskappe gekrönt.

Die aktuelle Kollektion von Frederic Malle umfasst mehr als 30 verschiedene Düfte, unter denen man neben einer Vielzahl edler Parfümkreationen auch etliche Duftkerzen findet, die Sophia Grojsman, Carlos Benaïm und Dominique Ropion speziell für Editions de Parfums Frederic Malle kreiert haben. Zudem wird die illustre Parfümeurs-Riege schon demnächst um einen weiteren klangvollen Namen erweitert: Bruno Jovanovic, der für so manchen Duft aus dem Hause Giorgio Armani und Calvin Klein verantwortlich zeichnet, aber auch als Co-Parfümeur an der Komposition so weltbekannter Parfüms wie „Lady Million“ von Paco Rabanne oder Karl Lagerfelds „Liquid Karl“ beteiligt war. Bei Editions de Parfums Frederic Malle zeigt Bruno Jovanovic, dass er bei weitem nicht „nur“ Mainstream kann... lassen Sie sich überraschen!

Mag die Bezeichnung „außergewöhnlich“ in Bezug auf Düfte auch manchmal überstrapaziert wirken – hier trifft sie genau zu. Die Parfüms von Editions de Parfums Frederic Malle sind in jeder Hinsicht außergewöhnliche Duftkompositionen, die weltweit nur in ganz wenigen, handverlesenen und nach strengen Qualitätskriterien ausgewählten Parfümerien erhältlich sind.

In der Welt der deutschen Parfümeriebranche war es zweifelsohne eines der großen Highlights der vergangenen Jahre: Die hochexklusive französische Düfte-Kollektion Editions de Parfums Frederic Malle ist – nach ihrer Einführung in der Mannheimer Kurfürsten Parfümerie auch bei Essenza Nobile. Rasch machte die frohe Kunde in diversen Beauty- und Parfümforen die Runde, und nun kennt die Begeisterung kaum noch Grenzen. Was für viele unserer Kundinnen und Kunden übrigens nicht weniger gilt als für uns selbst… hatten wir doch lange, intensiv, mit viel Liebe, Geduld und auch so einigem Herzblut daran gearbeitet, diesen lange gehegten (Parfüm-)Traum wahr werden zu lassen! Aus diesem überaus freudigen aktuellen Anlass möchten wir Ihnen hier einen kleinen Überblick über die einzelnen Parfümeure (respektive „Duft-Autoren“, wie Frédéric Malle sie nennt) geben, die ihr überragendes Können und Talent bislang in den Dienst von Editions de Parfums Frederic Malle gestellt haben.

Der ikonische Bestseller von Frederic Malle: Portrait of a Lady

Portrait of a Lady is ein klassisches, üppiges und sehr melodisches Parfum. Hunderte von Versuchen wurden benötigt, um solch eine ausdrucksstarke Formel zu kreieren und schlussendlich auszubalancieren. Ein Jahrhundert Parfum ist entstanden. Der holzige Orientale mit fruchtigen Noten beschreibt eine gekonnte Mischung zwischen dem einem Haute Couture Abendkleid und den Geschichten aus 1000 und einer Nacht. Portrait of a Lady ist ein Parfüm mit einer bemerkenswerten Konzentration von Rosenessenz und Patchouli. Der Parfümeur Dominique Ropion komponierte mit diesem Duft eine orientalische Rose, basierend auf einem Akkord aus Benzoe, Zimt, Sandelholz und vor allem Patchouli, Moschus und Weihrauch. Ein Parfüm, das sinnliche Schönheit ausstrahlt und die Menschen wie ein Magnet anzieht. Ein moderner Klassiker.
 
Weitere Portrait of a Lady Produkte: Body Butter | Hair Mist | Shower Cream | Body and Hair Oil
Das Eau de Parfum ist in 30ml, 50ml und 100ml erhältlich.

Editions de Parfums Frederic Malle - die Parfümeure

Unter dem Dach von Frederic Malles freigeistiger Kreativwerkstatt versammeln sich etliche Koryphäen des Parfümeurs-Handwerks unserer Zeit: Zehn namhafte Top-Parfümeure (Pierre Bourdon, Jean-Claude Ellena, Edouard Fléchier, Olivia Giacobetti, Dominique Ropion, Maurice Roucel, Ralf Schwieger, Carlos Benaïm, Sophia Grojsman und Michel Roudnitska) hatten bislang die Gelegenheit, im Rahmen seiner Editions de Parfums Frederic Malle ihrer Kreativität ungezügelt freien Lauf zu lassen. Das Ergebnis sind experimentell-verspielte bis virtuos-geniale, aber auch aufregend nonkonformistische Parfüm-Kreationen, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten, denen aber – bei all ihrer konzeptionellen wie olfaktorischen Unterschiedlichkeit – eines gemeinsam ist: dass sie auf eine geradezu erfrischende Weise „anders“ sind…

Aber auch ein bislang unveröffentlichtes Werk der unvergessenen Parfümmeister-Legende Edmond Roudnitska (1905-1996) gehört zu den Highlights der Frederic-Malle-Kollektion: Mit „Le Parfum de Thérèse“ kommt im Rahmen von Editions de Parfums Frederic Malle eine der wohl bedeutendsten Duftkompositionen Edmond Roudnitskas posthum zu Ehren: Er kreierte das Parfum bereits zu den Hochzeiten seiner Kunst in den späten 1950er Jahren; veröffentlicht wurde es seinerzeit dann aber nicht - ungeachtet der Anerkennung und Bewunderung, die es bei Kollegen Edmond Roudnitskas fand. Denn ästhetisch und konzeptionell galt es als seiner Zeit weit voraus, als einfach zu modern, zu fortschrittlich für die damalige Ära. Über Jahre hinweg war es daher allein seiner Namensgeberin Thérèse (der Gattin und Mitarbeiterin seines Schöpfers) vorbehalten, den Duft zu tragen. Mit „Le Parfum de Thérèse“ hat Frédéric Malle also einen echten Duft-Schatz geborgen – und ein lange Zeit gehütetes Parfüm-Geheimnis gelüftet…

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DOMINIQUE ROPION

Beginnen möchte ich den Reigen der Parfümeure mit Dominique Ropion, den man wohl mit Fug und Recht als „den“ Frédéric-Malle-Parfümeur bezeichnen kann; denn kein zweiter hat für Editions de Parfums Frederic Malle ähnlich viele schöne Düfte kreiert. Er lernte sein Handwerk im legendären Roure Bertrand Dupont Labor, bevor er seine Arbeit mit Jean-Louis Sieuzac begann, einem der größten Techniker der Parfümeriewelt. Heute ist er ein Star-Parfümeur bei IFF. Als Abenteurer, der sich dem Instinkt hingibt, ist Ropion immer auf der Suche nach neuen, harmonischen Akkorden, die durch das Zusammenspiel von Ingredienzien entstehen, die extrem gegensätzlich sind. Durch das Spannungsverhältnis zwischen Präzision und Freiheit wird sein Werk zu etwas ganz Besonderem… Dominique Ropion hat für Editions de Parfums Frederic Malle insgesamt acht Düfte kreiert: fünf edle Parfüms (Une Fleur de Cassie, Vétiver extraordinaire, Carnal Flower, Cologne Indelebile, Géranium pour monsieur, Portrait of a Lady, Promise) und drei exquisite Duftkerzen (1er Mai, Un Gardénia la nuit, Santal Cardamome). Dominique Ropion zeichnet sich auch für Krönung der Frederic Malle Kollektion verantwortlich: The Night.

EDMOND ROUDNITSKA

Edmond Roudnitska war einer der ganz Großen seines Fachs. 1905 in Nizza geboren, hat dieser "Parfüm-Komponist", wie er seinen Beruf selbst definierte, das Universum der Düfte nachhaltig beeinflusst. Einige sehen ihn als den "Vater der modernen Parfümerie", in jedem Fall war er ohne jeden Zweifel eine der größten "Nasen" in der Geschichte des Parfümeriewesens. Edmond Roudnitska begann seine Arbeit im Jahr 1926 in einem Labor im Parfümerie-Mekka Grasse. Dort hatte er Zugang zu allen Arten von Parfümerie-Rohstoffen, natürlichen ebenso wie synthetischen, wodurch er ein immenses Wissen in diesem Bereich sammeln konnte. Dieses Wissen ermöglichte es ihm, seinen innovativen persönlichen Stil zu entwickeln, mit dem er seine Formeln - Rohstoff für Rohstoff - entwickelte. Dann begann er seine Tätigkeit für Roure Bertrand Dupont in Argenteuil, wo er 13 Jahre lang blieb. 1943 wurde er Parfümeur bei De Laire, dort traf er Marcel Rochas, dem er seine erste Komposition vorstellte. Sie wurde sofort unverändert in ihrem Ur-Zustand angenommen; damit war "Femme" geboren, und die Türen der Haute Couture öffnete sich nun für ihn. Im Jahr 1946 gründete er zusammen mit seiner Frau Thérèse sein eigenes Labor ART & PARFUM. Ihr Treffen mit Christian Dior und Serge Heftler-Louiche (Frédéric Malles Großvater) einige Jahre später war entscheidend. Es führte zu so legendären Kreationen wie Diorama, Diorling, Eau Fraîche, Diorissimo, Eau Sauvage und Diorella. Der Duft L'Eau d'Hermès, den er im Jahr 1951 für Emile Hermès kreierte, ist eine weitere seiner großen, unvergesslichen Schöpfungen. Der Meister-Parfümeur Edmond Roudnitska lebte seit 1949 in Cabris und führte bis zu seinem Tod im Jahr 1996 seine Arbeit fort. Seine lange Zeit unveröffentlichte Parfümkreation Le Parfum de Thérèse kommt im Rahmen von Editions de Parfums Frederic Malle posthum zu Ehren.

EDOUARD FLÉCHIER

Edouard Fléchier wurde im Jahr 1949 in Grasse geboren und schon in sehr jungen Jahren zeigte er Interesse an der Haute Parfumerie. Im Jahr 1967 besuchte er die renommierte Parfümerie-Schule von Roure Bertrand Dupont. Dort studierte er mit Marcel Carles (Sohn von Jean Carles, dem Gründer der Schule). Selbst unter seinen Mitschülern dort ragte er hervor und galt als Phänomen, da er geruchsempfindlicher als jeder andere war. Zuerst als Parfümeur für Roure in Grasse beschäftigt, wechselte er 1977 in die Luxusparfüm-Abteilung des Unternehmens; bis Mitte der 80er Jahre hatte er sich dann zu einem der Star-Parfümeure Frankreichs gemausert. Frédéric Malle erinnert sich aus der Zeit, in der sie gemeinsam bei Roure Bertrand Dupont arbeiteten, was für ein besonders präziser Parfümeur Edouard Fléchier war. Jene Präzision ist das Ergebnis einer virtuosen Technik und einer großen Konzentrationsfähigkeit - Eigenschaften, die es ihm auch heute ermöglichen, die hochgesteckten Ziele, die er sich selbst gesetzt hat, zu erreichen… Die beiden Parfüms Lys Méditerranée und Une Rose sind Edouard Fléchiers virtuoser Beitrag zur Kollektion von Editions de Parfums Frederic Malle.

JEAN-CLAUDE ELLENA

Jean-Claude Ellena ist ein Parfum-Komponist. Geboren im französischen Parfümerie-Mekka Grasse und aufgewachsen in einer Parfümeurs-Familie, wurde er im Alter von 17 Jahren in die Parfümherstellung eingeführt. Von Grasse nach Paris, vorbei an den Stationen New York und Genua, von den Chiris Betrieben zum Unternehmen Créations Aromatiques, ist er den Weg eines Autodidakten gegangen. Parfüm ist sein Leben, durch Parfüm näherte er sich aber auch anderen Kunstformen wie Malerei, Literatur und Musik an. Für Jean-Claude Ellena ist „Parfüm eine Geschichte der Gerüche, eine Art von Poesie, eine Arbeit über Erinnerung und vor allem eine Schöpfung des Geistes“. Seine Quelle der Inspiration: „Alltagsleben, der Geruch von Wachsböden, sauberer Bettwäsche, Haut, eines alten Pullovers, Toastbrot, Tee, Schokolade, Erdbeerjoghurt, Gewürzen, Milchreis, Blumen, Obst, Buntstiften, Weißleim, Kaugummi, der Bäckerei, des Blumenhändlers, der U-Bahn oder das Gefühl beim Riechen eines Engelwurz-Straußes im Regen“… Jean-Claude Ellenas kreative Handschrift ist einfach, minimalistisch und modern. Er ist mit vier wahrhaft meisterlichen Düften im Rahmen von Editions de Parfums Frederic Malle vertreten: Angéliques sous la pluie, Cologne Bigarade, Bigarade Concentrée, L'Eau d'Hiver und jüngst Rose & Cuir.

SOPHIA GROJSMAN

Sophia Grojsman ist das, was man zu Recht als „parfumeur extraordinaire“ bezeichnen könnte; sie hat einen sehr persönlichen Stil gefunden, der Behaglichkeit und zarte Sinnlichkeit miteinander verbindet, und ihre Karriere ausschließlich dem Komponieren femininer Parfums gewidmet. Die meisten ihrer Werke drehen sich um sogenannte "Bottom-ups", eine von ihr erfundene Spielart von Düften, die Überdosen von Basisnoten beinhalten. Für Editions de Parfums Frederic Malle arbeitete Sophia nunmehr zum ersten Mal an einer Duftkerze: Russian Nights betört mit delikaten Noten von Muskat, Zimt, Iris und Sandelholz, die zu sinnlich-romantischen Mußestunden und ausschweifender Meditation einladen… Mit Outrageous verzauberte Madame Grojsmann, die Freunde des fruchtigen Duftes.

MAURICE ROUCEL

Maurice Roucel begann seine Karriere als Chemiker in Chanels Parfum-Labor im Jahr 1973. Dort entfaltete sich seine Leidenschaft für Parfüm, und er begann seine Ausbildung unter den wohlwollenden Augen von Henri Robert. Zu dieser Zeit begann er jede Formel und jeden Rohstoff zu dekonstruieren und zu studieren, mit seinem ganz speziellen Blick - Halb-Chemiker, halb-Ästhet - der ihm eine ganz besondere Fähigkeit verleiht. Als autodidaktischer Parfümeur, der sich selbst als "Entdecker, der inmitten seiner Formeln wandelt" beschreibt, ist sein Stil der eines sinnlichen Ästheten, und sein Markenzeichen ist eine stromlinienförmige Komposition, in der er nur das festhält, was wesentlich, was essenziell ist. Maurice Roucel bereichert die Palette von Editions de Parfums Frederic Malle mit dem „kompromisslosen Orientalen“ Musc Ravageur und dem tiefgründig-erhabenen „Haut-Duft“ Dans tes bras.

MICHEL ROUDNITSKA

Der Name Roudnitska hat einen Klang wie Donnerhall in den Sphären der Haute Parfumerie. Michel Roudnitska wuchs im wahrsten Sinne des Wortes als Insider der Parfümeriewelt auf. Nachdem er von seinem Vater, dem legendären Parfümeur Edmond Roudnitska, in die Kunst des Düfte-Komponierens eingeführt wurde, wechselte er später die Richtung und arbeitete als Fotograf und Video-Regisseur. Seit 1997 leitet er die Kreativ-Werkstatt Art & Parfum, wo er Düfte komponiert, denen strikte ästhetische Prinzipien zugrunde liegen und die von Michel Roudnitskas zahlreichen Reisen inspiriert werden. Michel Roudnitska ließ es sich nicht nehmen, ein Parfüm für Editions de Parfums Frederic Malle zu komponieren: Noir Epices - ein holzig-orientalisches Duftgedicht…

OLIVIA GIACOBETTI

Olivia Giacobetti gründete ihre eigene Firma Iskia nach einer Parfümeurs-Ausbildung bei Robertet. Ihre Kompositionen mischen eine tiefe Einfachheit und eine sehr zeitgemäße Eleganz – stets von einer femininen Sensibilität untermalt. „Ich liebe Abkürzungen“, sagt Olivia Giacobetti. „Einen Rohstoff nehmen, ihn von allem Überschüssigen entkleiden, um eine Duftnote zu erzielen, die perfekt abgestimmt ist, die sich eher leise anschleicht, als plump zu überwältigen“. En passant heißt die Duftkomposition, die Olivia Giacobetti zu Editions de Parfums Frederic Malle beigesteuert hat – ein “impressionistischer“ Duft, der mit einer simplen Note kokettiert: Weißer Flieder, eingefangen in einem Augenblick.

PIERRE BOURDON

Parfüm und Politik - zwei Welten prallen aufeinander, die nun wirklich nichts miteinander zu tun haben. Sollte man zumindest meinen. Doch Pierre Bourdon erwarb tatsächlich zunächst einen Abschluss in Politikwissenschaften, bevor er die Fachrichtung wechselte und sich in der Roure-Bertrand-Dupont-Schule in Grasse einschrieb. Als Protégé des gefeierten Parfüm-Meisters Edmond Roudnitska, begann er für Roure in Paris zu arbeiten. In den 1980er Jahren revolutionierte er die Herrenduft-Trends. Heute gilt Pierre Bourdon als einer der innovativsten Parfümeure seiner Generation. Pierre Bourdon erschuf zwei fabelhafte Düfte unter den Fittichen von Editions de Parfums Frederic Malle: French Lover (Pierre Bourdons grandiose Vision von einem ultimativen Herrenduft) und Iris Poudre, ein Meisterstück auf dem Gebiet der floral-aldehydischen Duftkompositionen…

RALF SCHWIEGER

Ralf Schwieger ist ein junger Parfümeur, dessen architektonischer Stil und sein Bestreben danach, außergewöhnliche Produkte zu schaffen, Frédéric Malle begeistert haben. Von seiner Arbeit sagt Ralf Schwieger: "Parfümerie ist eine Mischung aus Kunst und Industrie. Meine Neugier führte mich dazu. Ich war damals neugierig auf Wissenschaft (ich bin gelernter Chemiker), aber ich war meistens auf der Suche nach einem künstlerischen Medium... Seitdem musste ich meine Nase in alles hineinstecken. Ich muss berühren und riechen, um zu verstehen". Er beschreibt seine Arbeit als ein halb intellektuelles und zur Hälfte intuitives Konstruktions-Spiel. Ein Spiel, das mit einer langen geistigen Phase beginnt, gefolgt von einer nicht minder ausgeprägten sinnlichen Erforschung, und das fast schon ertastbar ist: „Ich liebe es, Rohstoffe zu kombinieren. Zuerst ist in meiner Vorstellung eine zentrale Note, die ich dann mit anderen abstimme, um sie weicher zu machen, zu verstärken, oder um einen Kontrast zu schaffen. Das ist es, wie ich einen Überraschungseffekt erziele, oder aber ein Gefühl der Ruhe und Gelassenheit hervorrufe. Ich persönlich bevorzuge Überraschungen, und die größte erlebt man dabei oft beim Riechen des Ergebnisses eines meiner Versuche“. Getreu dieser Arbeits- und Berufsphilosophie überrascht Ralf Schwieger im Rahmen von Editions de Parfums Frederic Malle mit einer Parfümkreation, die auf den klangvollen Namen Lipstick Rose hört - eine Anspielung auf den Duft der klassischen Lippenstifte, Ausdruck von Weiblichkeit par excellence und pudrig-florale Harmonie vom Feinsten…

CARLOS BENAÏM

Seit vielen Jahren ist Carlos Benaïm ein ausgesprochen produktiver Parfümeur; er ist der Schöpfer zahlreicher "Klassiker", und einer Vielzahl von Parfüms für Marken wie Bvlgari, Calvin Klein, Carolina Herrera, Christian Dior, Elizabeth Arden, Giorgio Armani, Givenchy, Helena Rubinstein, Nina Ricci, Prada, Ralph Lauren, Viktor & Rolf, Yves Saint Laurent oder Zara - um nur die bekanntesten von ihnen zu nennen. Seine Düfte ähneln selten einander, obwohl sie doch alle diesen unverwechselbaren sinnlichen Chic haben. Carlos´ endlose Neugier ist seine wichtigste Inspirationsquelle. Sein entspannter, unangestrengter Stil und sein Sinn für Ausgewogenheit und Ästhetik sind das Ergebnis jahrelanger Erfahrung, gewürzt mit purem Talent. Für Editions de Parfums Frederic Malle erschuf er fünf Duftkerzen: Rosa Rugosa, Rubrum Lilly, Jurassic Flower, Coffee Society und Saint des Saints. Damit ist Carlos Benaïm „der“ Spezialist des Hauses Frederic Malle für exklusive und außergewöhnliche Duftkerzen-Kompositionen, zeichnet sich aber ebenso für die epischen Meisterwerke Music for a While, Dawn und Promise verantwortlich.

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Wem das alles nun noch nicht genug geballter olfaktorischer Sachverstand unter dem Dach eines einzigen Parfümhauses gewesen sein sollte, dürfte sich über folgende Nachricht freuen: Mit Bruno Jovanovic, bekannt für zahlreiche Duftschöpfungen für u.a. Giorgio Armani, Calvin Klein, Jil Sander, Karl Lagerfeld, Vivienne Westwood und Paco Rabanne, betritt schon demnächst ein weiterer namhafter Top-Parfümeur die große Bühne von Editions de Parfums Frederic Malle… Die Lancierung Monsieur erfreut sich bei Patchouli Liebhabern an großer Beliebtheit.

Portrait in Duft: DRIES VAN NOTEN PAR FRÉDÉRIC MALLE

Mit seiner Kollektion „XXX PAR FRÉDÉRIC MALLE“ hat sich Parfum-Spezialist FRÉDÉRIC MALLE das ambitionierte Ziel gesetzt, die Welt von Persönlichkeiten, die ihn faszinieren, in Düfte zu „übersetzen“. Als nunmehr erstem wird diese Ehre dem belgischen Kult-Modedesigner DRIES VAN NOTEN zuteil, von dem FRÉDÉRIC MALLE zusammen mit dem Parfümeur BRUNO JOVANOVIC ein olfaktorisches Portrait erschaffen hat.

Dries van Notens Begeisterung für die Welt der Mode kommt nicht von ungefähr und wurde ihm - sozusagen - schon in die Wiege gelegt: Bereits sein Großvater übte den Beruf des Schneiders aus, und sein Vater betrieb eine Herrenausstatter-Boutique in Antwerpen. Schon früh durfte er seinen Vater zu Salons und Modenschauen in Mailand, Florenz, Düsseldorf oder Paris begleiten, lernte Stoffe, Farben und Formen der Kleider lieben – und dabei auch das „Mode-Business“ und seine Traditionen, Regeln und Riten kennen…

DRIES VAN NOTEN PAR FRÉDÉRIC MALLE ist ein feiner, moderner, warmer Orientale, in dessen Herzen Jasmin Absolue aus Ägypten, weiches indisches Sandelholz und kostbar-reine Patchouli-Heart-Essenz vibrieren – nach einem würzigen Auftakt mit Safran, Muskatnuss und Nelke, der von mediterranen Frucht-Spritzern (Bergamotte und Zitrone aus Kalabrien) begleitet wird. Süße Vanille, peruanischer Balsam und ein köstlicher Moschus-Cocktail runden den Duft mit anmutiger Wärme ab…

Dem Aberglauben ein Parfum! SUPERSTITIOUS - ALBER ELBAZ PAR FREDERIC MALLE

"Seit langer Zeit schon", sagt Frederic Malle, "bewundere ich Alber Elbaz, dessen Arbeit ich Ende der 90er-Jahre kennen lernte, als Pierre Bergé ihn zum Nachfolger von Yves Saint Laurent bestimmte." Schon Yves Saint Laurent hatte Frederic Malles Geschmack geprägt, zumal seine Mutter und ihr Umfeld dessen Modeschöpfungen mit Begeisterung trugen.

In Alber Elbaz sah er einen würdigen Nachfolger Saint Laurents, der dessen Stil Ehre erwies und ihn zugleich für eine neue Generation weiterentwickelte. Und später, als Alber Elbaz zum gefeierten Erneuerer des Hauses Lanvin wurde, trug dann auch Frederic Malles Frau Marie von Alber Elbaz entworfene Kleider. "Ich bewunderte ihn", so Frederic Malle heute, "aus der Ferne".

Doch lange dauerte es, bis Malle, wie er selbst sagt, seine "Schüchternheit überwand", mit Alber Elbaz Kontakt aufnahm und ihn zum Mittagessen einlud. Der Modeschöpfer sagte zu - und kam des Mittags zu Besuch. Beim gemeinsamen Mahl ergaben sich dann überraschend viele Gemeinsamkeiten - von Ansichten über Grundsätzliches, Berufliches und die Welt bis hin zu Lebensphilosophie und gemeinsamen Freunden. Kurzum: Mit Frederic Malle und Alber Elbaz waren sich zwei verwandte Seelen begegnet.

Nicht zuletzt aber in einer Frage waren sich die beiden kreativen Köpfe spontan einig: "Dass in unserer durchprogrammierten, organisierten und logisch erscheinenden Welt immer und überall etwas Essenzielles vernachlässigt werde, nämlich das Irrationale." Welche schöpferische Meisterleistung gedieh schließlich je ohne einen großzügigen Schuss Irrationalität?

Und so teilen auch Frederic Malle und Alber Elbaz "jenseits der Worte, Bilder und Vernunft" die Überzeugung, "dass wir uns von einem sechsten Sinn und von unserem Aberglauben leiten lassen sollten, den wir weder verurteilen noch unterdrücken sollten - dass wir uns von unseren Instinkten treiben lassen sollten."

Genau das wollten die beiden Herren fortan gemeinsam tun. Und wie es eben so ist, wenn man mit der Parfum-Koryphäe Frederic Malle an einem Tisch sitzt, kam bald schon die Idee auf, zusammen einen Duft zu entwickeln. Einen Duft, der aus der gemeinsamen Leidenschaft zweier Männer für das Schöne gespeist sein sollte - aber eben auch für das Irrationale, das Instinktive. Was könnte schließlich instinktiver sein als Duft?

Entsprechend wenig zimperlich ging man dabei zur Sache. Frederic Malle hielt sich nicht unnötig zurück: "Ich hatte Unmengen Ideen - und anstatt sie vorsichtig zu filtern, zeigte ich ihm alles." Ja, die Fantasie sollte frei fließen: "Ohne jegliche Zurückhaltung zeigte ich Alber Ideen. Er entschied sich für diese oder jene und entwickelte sie weiter."

Bald schon war auch klar, wie das gemeinsame Parfum heißen würde: Superstitious - englisch für "abergläubisch". Im Frühjahr 2016 legte Frederic Malle dann Alber Elbaz einen Entwurf für den Superstitious-Flakon vor: ein Duftfläschchen in geheimnisvollem Schwarz, versehen mit einem goldenen Auge - als Symbol für jenes irrationale Element, das beiden Männern im kreativen Prozess so wichtig, so unentbehrlich erscheint.

Alber Elbaz gefiel's - und so wurde das mystische Auge zum Sinnbild des gemeinsamen Projekts... zu "ihrem" Symbol. "Alles", erzählt Frederic Malle, "ist auf diese freundschaftliche Art verlaufen. Ich sammelte Ideen und entwickelte mit meinem New Yorker Team tausend Varianten, schließlich legte ich Alber bei einem Mittagessen ohne Beklemmung vor, was wir uns ausgedacht hatten."

Der Duft Superstitious basiert auf dem Konzept eines "großen Blumen-Aldehyds" mit kostbaren Rohstoffen, an dem Frederic Malle schon seit längerer Zeit zusammen mit dem Meisterparfümeur Dominique Ropion gearbeitet hatte. Ropion traf sich mit Alber Elbaz, hörte ihm aufmersam zu, "verstand ihn - und vollendete sein Werk mit Alber vor Augen", wie Frederic Malle erzählt. "Wie bei einem Couture-Kleid passte Dominique sein Kunstwerk Albers Wünschen an. Seine Schöpfung entzieht sich der Klassifizierung, es ist ein modernes Parfum - und erinnert zugleich an einige der Parfumklassiker aus anderen Zeiten."

Selbst für feine Nasen ist gar nicht so leicht zu ergründen, welche Ingredienzien in Superstitious im Detail enthalten sind. Und genau das war auch die Absicht, die Frederic Malle mit dem Duft verfolgte: "Wie bei Albers Kleidern, deren Struktur man nicht erkennen kann, wollte ich ihm einen echten 'Klassiker' schenken: ein offensichtlich hochwertiges Parfum, dessen Zusammensetzung man jedoch nicht ganz erraten kann, und das ist das Schönste daran."